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Kunst ist eines der grössten Abenteuer seit dem Urknall. Mit meinen Werken beabsichtige ich, über einfach gehaltene Bildsprachen neue Erfahrungen und gedankliche Assoziationen hervorzurufen, Fragen aufzuwerfen und den Betrachter zur eigenen Exploration einzuladen. Ein Werk ist für mich dann interessant, wenn ich dessen Entstehungsprozess mit dem Gefühl einer Entdeckung erlebe. Mein Abenteuer begann mit der Geburt in St. Gallen. Früh kam ich mit der Kunst in Kontakt, dies insbesondere wegen dem Einfluss künstlerisch tätiger Familienangehöriger, darunter ein ehemaliger Schüler von Joseph Beuys. Als Autodidakt entwickelte ich mein visuelles Grundvokabular durch Zeichnen und Malen (Pastell und Acryl). In den 90er Jahren experimentierte ich mit Collagen aus Fotografien und gemalten Flächen. Auf Reisen durch Europa, Asien, das amerikanische Festland und Hawai'i verstärkte sich meine Affinität für die Fotografie; anfänglich befasste ich mich hauptsächlich mit Landschaften und urbanen Motiven. Schon bald zeichnete sich ab, dass meine Verwendung des fotografischen Mediums sich zunehmend von einer dokumentarischen Absicht distanzieren würde [Bild: 'upside-town' 1996]: Immer häufiger suchte ich nicht die repräsentativen Motive und Perspektiven, sondern die aussergewöhnlichen. Zunehmend ging es mir darum, im Vertrauten Merkwürdigkeiten und neue Sichtweisen zu entdecken, oder über das photographische Extrakt im vermeintlich Bekannten das Surreale aufzuzeigen. Bezüglich Bildgestaltung bevorzugte ich immer mehr den einfachen, klaren Bildaufbau – sozusagen als Antidot zur hohen Informationsdichte unserer Zeit; dies auch aufgrund meiner Ansicht, dass eine einfache und klare Bildsprache dem Werk eine, über die Zeit beständigere Kraft verleiht und Räume transformieren kann, ohne diese einzunehmen. Im Jahr 2004 fand die Werkgruppe URBANE KONTEMPLATIONEN ihren Anfang. Hier verwendete ich das fotografische Medium nicht mehr mit der Absicht der dokumentarischen Aufzeichnung, sondern mit dem Ziel, das konkrete Motiv zu transzendieren. So geht es in den URBANEN KONTEMPLATIONEN weniger um die jeweilige konkrete Beschaffenheit der festgehaltenen architektonischen Strukturen, sondern um die Erfahrung deren Essenz einer Invasion und Unterteilung des Raumes. Wegen der kategorisierenden bzw. benennenden Eigenschaft unserer Denkprozesse bleibt uns oft das tiefere Wesen der Dinge - soweit dieses überhaupt erfahrbar ist – verborgen. Die Kunst, so meine ich, bietet methodische Wege, tiefere Schichten unter der Oberfläche phänomenaler Realität freizulegen. Nach ersten digitalen Experimenten in den späten 90er Jahren - damals mussten die Bilder noch über einen Scanner in den Rechner geholt werden - befasste ich mich ab 2000 zunehmend mit der computergestützten Bildbearbeitung. Als Ausgangsmaterial verwendete ich damals wie heute ausschliesslich eigene Fotografien. Es entstand eine Anzahl experimenteller Serien, insbesondere digitale Collagen. 2006 fasste ich den Entschluss, vorerst drei digitale Serien weiterzuführen und weiterzuentwickeln. Veröffentlicht sind die NEOTEKTUREN und die TV-WORKS. Die computergestützte Bildbearbeitung nutze ich vorwiegend, um eine Neukontextualisierung fotografischer Motive, oder deren Teile zu erreichen. Aktuell befinden sich verschiedene Projekte in Entwicklung, darunter ILLUSORY SPACES, MONOLITH (dig. bearb. Fotografien / Videoinstallation), "E.O.I.", STARDUST (working title) und andere.
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EXHIBITIONS Galleria, St.Gallen, Switzerland, 1992 (solo) |
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